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<meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=utf-8">
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<body bgcolor="#FFFFFF" text="#000000">
Liebe Freund_innen des COMM e.V., <br>
<br>
Ostern ist nicht nur ein wichtiges christliches Fest (<a
href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ostern">Mit dem Ostersonntag
beginnt die <i>österliche Freudenzeit</i> („Osterzeit“)</a>),
sondern seit den 1950er Jahren Anlass für (jetzt leider nicht mehr
so viele) Friedensbewegte, auf die Straße zu gehen. Entstanden in
Großbritannien, wo die <a
href="https://de.wikipedia.org/wiki/Campaign_for_Nuclear_Disarmament"
title="Campaign for Nuclear Disarmament">Campaign for Nuclear
Disarmament</a> (CND) Ostern 1958 zum "Aldermaston March" rund
10.000 Menschen gegen die nukleare Aufrüstung mobilisierte,
entwickelte sich eine Tradition solcher Demonstrationsmärsche zu
Ostern in verschiedenen westeuropäischen Ländern. <br>
<br>
In der BRD<a
href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesrepublik_Deutschland"
title="Bundesrepublik Deutschland" class="mw-redirect"></a> wurden
die ersten Ostermärsche aus dem pazifistischen <a
href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aktionskreis_f%C3%BCr_Gewaltlosigkeit"
title="Aktionskreis für Gewaltlosigkeit">Aktionskreis für
Gewaltlosigkeit</a> heraus angeregt, nachdem Pressemeldungen den
Beginn der Erprobung von Honest-John-Atomraketen in der Nähe des
ehemaligen KZ Bergen-Belsen gemeldet hatten. Pazifistische Gruppen
aus Hamburg, Bremen, Hannover und Braunschweig verabredeten sich zu
einem norddeutschen mehrtägigen Sternmarsch, der am Ostermontag 1960
mit rund 1.200 Teilnehmer*innen beim Truppenübungsplatz <a
href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bergen-Hohne"
title="Bergen-Hohne" class="mw-redirect">Bergen-Hohne</a> endete.
(Quelle: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ostermarsch">Wikipedia/Ostermarsch</a>)<br>
Hier z.B. gibt es mehr zur <a
href="http://www.friedenskooperative.de/netzwerk/omhist.htm">Geschichte
der Ostermärsche</a>.<br>
<br>
2010, zum 50. Jahrestag der Ostermärsche in Deutschland, haben
spätere COMM-Aktive massgeblich dazu beigetragen, dass es erstmals
auch an dem letzten deutschen Atomwaffen-Stationierungsort, nämlich
Büchel in der Eifel, einen Ostermarsch gegeben hat, und seitdem wird
dort jedes Jahr vom regionalen Initiativkreis gegen Atomwaffen der
Ostermarsch in Büchel organisiert. Zur Erinnerung: Auf dem <a
href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fliegerhorst_B%C3%BCchel"
title="Fliegerhorst Büchel">Fliegerhorst Büchel</a> sind im Rahmen
der sog. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleare_Teilhabe"
title="Nukleare Teilhabe">nuklearen Teilhabe</a> in der NATO 20
US-Atombomben stationiert, und deutsche Piloten üben dort mit
deutschen Flugzeugen, sie auf NATO-Befehl ins Ziel zu bringen...<br>
<br>
In diesem Jahr bildet der <a
href="http://www.buechel-atomwaffenfrei.de/ostermarsch/ostermarsch-2016/">Bücheler
Ostermarsch</a> auch den Auftakt zur 20 Wochen dauernden
Aktionspräsenz der <a href="http://www.atomwaffenfrei.de/home.html">Kampagne
"Büchel ist überall! - atomwaffenfrei. jetzt"</a>. Starttermin war
der gestrige Jahrestag des Bundestagsbeschlusses von 2010, der die
damalige Bundesregierung aufforderte, für den Abzug der Bücheler
Atombomben zu sorgen. Im vergangenen Jahr begann am selben Tag <a
href="http://www.buechel-atomwaffenfrei.de/buechel65/">büchel65</a>,
das (mit COMM-Unterstützung) während 65 Tagen mit <a
title="Aktionsrahmen"
href="http://www.buechel-atomwaffenfrei.de/buechel65/info/aktionsrahmen/"
target="_blank">gewaltfreien Sitzblockaden</a> vor den Toren des
sog. Fliegerhorstes Widerstand leistete gegen die dortige Praxis mit
diesen Massenvernichtungswaffen (die nebenbei auch mehrfach illegal
ist), für die Ächtung und Abschaffung aller Atomwaffen weltweit. <br>
<br>
Während die diesjährige "Aktionspräsenz" 20 Wochen lang mit
verschiedenen gewaltfreien Aktionen bis zu den Jahrestagen der <a
href="https://de.wikipedia.org/wiki/Atombombenabw%C3%BCrfe_auf_Hiroshima_und_Nagasaki"
title="Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki">Atombombenabwürfe
auf Hiroshima und Nagasaki</a> (6. und 9. August) sozusagen den
Finger in die Wunde legen will, ging büchel65 im vergangenen Jahr
bis zum Ende der alle 5 Jahre stattfindenden Überprüfungskonferenz
zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Atomwaffensperrvertrag">Atomwaffensperrvertrag</a>.
Bei dieser Konferenz der Unterzeichnerstaaten in New York hätte die
deutsche Regierung die österreichische "Initiative zur Abschaffung
von Atomwaffen aus humanitären Gründen" unterstützen können, statt
dessen hatte sie schon lange vorher der "Modernisierung" genannten
Neu-Stationierung ganz neu entwickelter Nachfolgemodelle für die
alten Büchler B61-Bomben zugestimmt, und im Dezember letzten Jahres
stimmte sie in der UN-Generalversammlung gegen ein Verbot von
Atomwaffen, zusammen mit den sog. Atommächten, gegen die
überwältigende Mehrheit der Staatengemeinschaft. (Mehr darüber <a
href="http://www.icanw.de/neuigkeiten/deutschland-stimmt-gegen-atomwaffenverbot/">hier</a>.)
<br>
<br>
Das alles passiert gegen den erklärten Willen der großen Mehrheit
der Menschen. Da wundert diese <a
href="http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59284">Meldung
vom 13. Januar</a> nicht: "Ein führender deutscher Think-Tank
fordert verstärkte propagandistische Anstrengungen zur Steigerung
der öffentlichen Akzeptanz für Atomwaffen. Die "nuklearen Elemente"
einer Strategie der "Abschreckung" gegen Russland müssten in der
"Kommunikation" mit der Bevölkerung "wieder sichtbarer" werden,
schreibt die Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige
Politik (DGAP)."<br>
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Es bleibt zu hoffen, dass diese Bemühungen erfolglos bleiben. Die
jüngste <a
href="https://www.ippnw.de/startseite/artikel/de/ueberwaeltigendes-votum-fuer-abzug-u.html">Umfrage
zum Thema, am 23. März von IPPNW</a> veröffentlicht, ergibt: "Eine
überwältigende Mehrheit von 85% der Bundesbürger spricht sich dafür
aus, dass die auf deutschem Boden gelagerten Atomwaffen abgezogen
werden. 93% befürworten nach der neuesten Umfrage des
Meinungsforschungsinstituts Forsa, dass Atomwaffen, ähnlich wie
Chemie- und Biowaffen, völkerrechtlich verboten werden sollen. 88%
sprechen sich dagegen aus, dass die USA die in Deutschland
gelagerten Atomwaffen durch neue und einsatzfähigere Waffen
ersetzen, wie es für das Jahr 2020 geplant ist." <br>
<br>
Uns beschäftigen in diesen Ostertagen auch noch andere (Kriegs-)
Themen. <br>
<br>
Am Freitag waren wir beim Ostermarsch in Bramstedtlund kurz vor der
dänischen Grenze. Die Freund*innen von der DFG-VK-Gruppe Flensburg
arbeiten schon länger zum Thema "Kampfdrohnen", weil - wie leider
noch wenig bekannt ist - die Anschaffung bewaffneter Drohnen für die
Bundeswehr längst beschlossene Sache ist, und ihr Flugbetrieb soll
durch das <a
href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aufkl%C3%A4rungsgeschwader_51"
title="Aufklärungsgeschwader 51" class="mw-redirect">Aufklärungsgeschwader
51</a> „Immelmann“ vom <a
href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fliegerhorst_Jagel"
title="Fliegerhorst Jagel" class="mw-redirect">Fliegerhorst Jagel</a>
bei Schleswig durchgeführt werden. In <a
href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bramstedtlund"
title="Bramstedtlund">Bramstedtlund</a> steht eine "Kastagnette"
genannte Fernpeil-Antennenanlage mit mehr als 400 m Durchmesser, und
die Soldat*innen des "Bataillons Elektronische Kampfführung 911
(EloKaBtl 911)", der nördlichsten Dienststelle der Bundeswehr,
arbeiten in unsichtbaren unterirdischen Bunkern. Diese Anlage
arbeitet jetzt schon für "die <a
href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesstelle_f%C3%BCr_Fernmeldestatistik"
title="Bundesstelle für Fernmeldestatistik">Bundesstelle für
Fernmeldestatistik</a> (BFSt, Tarnbezeichnung für Liegenschaften
der Abteilung Technische Aufklärung des <a
href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesnachrichtendienst"
title="Bundesnachrichtendienst">Bundesnachrichtendienstes</a>)."(Zitat
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bramstedtlund">Wikipedia/Bramstedtlund</a>),
wird aber wichtiger Bestandteil der geplanten
Bundeswehr-Drohnenkriegführung sein, die wiederum wesentlicher
Bestandteil der "Umstrukturierung der Bundeswehr" zur
„Out-of-Area“-Interventionsarmee ist. Dieser <a
href="http://www.imi-online.de/2011/05/19/0348-analyse-umbau-der-bundeswehr/">Umbau</a>
läuft schon lange und kostet unglaublich viel Geld. Die immer
wiederkehrenden, die Bundeswehr scheinbar lächerlich machenden
Meldungen über ihr marodes Material dienen nur dazu, die Akzeptanz
der Bevölkerung für steigende Rüstungsausgaben zu erhöhen und
Meldungen wie die kürzlich von den 130 Milliarden Euro zusätzlichen
Militäretat schnell wieder zu vergessen. <br>
<br>
Morgen werden wir mit einem Infostand auf dem Marktplatz von
Haldensleben stehen, wohin unter dem Motto <a
href="http://www.offeneheide.de/dokumente/2016/fb2016_04_OM274.pdf">"Die
Waffen nieder!"</a> der <a
href="http://www.ostermarsch-sachsen-anhalt.de/">Ostermarsch 2016</a>
und <a href="http://www.offeneheide.de/">274. Friedensweg der
Bürgerinitiative OFFENe HEIHe</a> führt. <br>
Die BI OFFENe HEIDe setzt sich seit den 1990er Jahren für die
ausschliesslich zivile Nutzung der <a
href="https://de.wikipedia.org/wiki/Colbitz-Letzlinger_Heide">Colbitz-Letztlinger
Heide</a> ein, die seit 1934 militärisch missbraucht wird, zuerst
von der Nazi-Wehrmacht, dann ab 1945 von der Sowjet-Armee. <br>
"Heute wird das Gebiet von der Bundeswehr genutzt und dient unter
anderem der Übung der <a
href="https://de.wikipedia.org/wiki/Asymmetrischer_Krieg"
title="Asymmetrischer Krieg" class="mw-redirect">asymmetrischen
Kriegsführung</a> im <a
href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gefechts%C3%BCbungszentrum_Heer"
title="Gefechtsübungszentrum Heer">Gefechtsübungszentrum Heer</a>.
Auf dem Truppenübungsplatz befindet sich die nachgebaute
Stadtkulisse <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stullenstadt"
title="Stullenstadt">Stullenstadt</a>.
Von 2012 bis 2017 soll die sechs Quadratkilometer große Stadtkulisse
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schn%C3%B6ggersburg"
title="Schnöggersburg">Schnöggersburg</a> errichtet werden. Dieses
Gelände wird Europas größtes „Übungszentrum für Aufruhrbekämpfung“."
(Zitat <a
href="https://de.wikipedia.org/wiki/Colbitz-Letzlinger_Heide">Wikipedia/Colbitz-Letzlinger
Heide</a>)<br>
Seit 2012 findet jedes Jahr in der Nähe dieses
"Gefechtsübungszentrums (GÜZ)" das <a
href="http://www.war-starts-here.camp/">War-starts-here-Camp</a>
statt, das wir in diesem Jahr zum dritten Mal mitorganisieren,
zusammen mit der BI OFFENe HEIDe und anderen. <br>
Mehr darüber und über unsere weiteren Pläne für den Sommer auf der <a
href="http://www.comm-ev.de/index.php/campsaktionen/">COMM-Homepage</a>.
<br>
<br>
Ich wünsche uns allen - trotz erschreckender und deprimierender
Nachrichten aus vielen Teilen der Welt - frohe restliche Ostertage
und viel Erfolg bei unseren Bemühungen um Verständigung und Frieden,
sowohl in der politischen Arbeit als auch im Kleinen,
Zwischenmenschlichen. <br>
<br>
Carsten Orth<br>
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<font size="+1"></font><font face="Arial, Helvetica, sans-serif"
size="+1"></font>
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