<html xmlns:v="urn:schemas-microsoft-com:vml" xmlns:o="urn:schemas-microsoft-com:office:office" xmlns:w="urn:schemas-microsoft-com:office:word" xmlns:m="http://schemas.microsoft.com/office/2004/12/omml" xmlns="http://www.w3.org/TR/REC-html40"><head><meta http-equiv=Content-Type content="text/html; charset=utf-8"><meta name=Generator content="Microsoft Word 15 (filtered medium)"><style><!--
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Zum ersten Mal hatten die Schwedendemokraten bei einer Parlamentswahl an Stimmen verloren.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>Von Erik Edlund<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>Das vorläufige Wahlergebnis zeigt, dass die SD im Vergleich zum Wahlergebnis von 2022 fast drei Prozentpunkte verloren hat und nun hinter den Konservativen („Moderaterna“) liegt. Die Partei verliert unter anderem in Skåne (Schonen), wo sie traditionell stark war.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>„Unglaublich deprimierend“, sagt der Reichstagsabgeordnete Richard Jomshof (SD) gegenüber /Dagens Nyheter/ [https://www.dn.se/sverige/sd-toppens-besvikelse-efter-tappet-i-valu-vill-inte-tro-det/]. Er fügt hinzu, dass einige der Stammwähler der Partei über Zugeständnisse im Rahmen der „Tidö-Vereinbarung“ [1] enttäuscht sind.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>------------ KASTEN -----------------------------------------------<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>[Bild herunterladbar unter <a href="https://www.inprekorr.de/img/schweden-wahl-2026_320.png">https://www.inprekorr.de/img/schweden-wahl-2026_320.png</a>]<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Wahlergebnis<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>-------------------------------------------------------------------<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>Der Parteivorsitzende Jimmie Åkesson versucht dennoch, positiv zu bleiben, als er bei der Wahlparty der SD die Bühne betritt. Er sagt, dass er sich trotzdem wie ein Gewinner fühlt. Er weist darauf hin, dass der Wahlkampf gezeigt habe, dass das soziale Stigma, das auf der Partei lastete, verschwunden sei: „Es gibt viele, die sich nicht mehr scheuen zu sagen, dass sie Anhänger der Schwedendemokraten sind.“<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>Nun hoffen viele Mitglieder der SD, dass die spät eingegangenen Stimmen aus dem Ausland ihnen noch helfen werden. Die Partei hat große Anstrengungen unternommen, um in Thailand und anderen Ländern mit vielen im Ausland lebenden Schweden Wahlkampf zu betreiben. Die Stimmen aus dem Ausland und die verspätet eingegangenen Briefwahlstimmen werden am 16. September ausgezählt.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>Zahlen des Fernsehsenders SVT zeigen, dass die SD die meisten Wähler an die Konservativen sowie an die Christdemokraten und die Sozialdemokraten verloren hat. Einige Mitglieder der Schwedendemokraten scheinen auch für die Liberalen gestimmt zu haben, um ihnen über die Sperrgrenze zu helfen und ihre Mandate zu sichern.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>Die SD hat zudem Stimmen an kleinere Parteien rechts von ihr verloren, darunter die „Örebro-Partei“ und „Alternative für Schweden“. „Herzlichen Glückwunsch an alle geistig behinderten Wähler von Kleinparteien! Cool!“, schrieb der Reichstagsabgeordnete Josef Fransson sarkastisch in den sozialen Medien.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>„Ist die rechtsradikale Welle gebrochen?“, fragt Daniel Poohl in der Antifa-Zeitschrift /Expo/ [https://expo.se/analys/ar-den-hogerradikala-vagen-bruten/]. „Man könnte sich wünschen, dass der Rückgang der SD eine Reaktion auf die aggressive Politik der Partei gegenüber Einwanderer:innen ist“, schreibt Poohl. Er fügt hinzu, dass man auch zu der Schlussfolgerung gelangen könne, dass die anderen Parteien der Tidö-Vereinbarung, die nun an Stimmen gewonnen haben, davon profitiert hätten, Teile des Weltbildes und der Rhetorik der SD zu übernehmen. „Dann wird Jimmie Åkesson nicht mehr länger gebraucht.“<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>14. September 2026<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>-------------------------------------------------------------------<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Aus: die internationale (Online-Ausgabe) Nr. 5/2026 <o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Nachdruck gegen Quellenangabe und Belegexemplar erwünscht<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Bestellungen: die internationale, Regentenstr. 57-59, 51063 Köln<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>E-Mail: vertrieb(at)inprekorr.de<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Einzelheft: 5 €; Schnupperabo: Ein halbes Jahr für 10 €<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Jahresabo: 27 € (Inland), 16 € (ermäßigt), E-Abo 10 €<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Artikel im Internet: <a href="https://www.inprekorr.de">https://www.inprekorr.de</a><o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>-------------------------------------------------------------------<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>-----<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>[1] Im Schloss Tidö einigten sich Konservative (M), Christdemokraten (KD) und Liberale (L) gemeinsam mit den rechtsradikalen Schwedendemokraten (SD) 2022 auf ein Regierungsprogramm. Die SD erhielten keine Ministerposten, aber im Gegenzug für ihre Tolerierung weitgehende Zugeständnisse in der Regierungspolitik. Die Konservativen wurden für dieses Abkommen heftig kritisiert, unter anderem von der Europäischen Volkspartei, deren Mitglied sie sind. Siehe Wikipedia (englisch) [<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Tid%C3%B6_Agreement">https://en.wikipedia.org/wiki/Tid%C3%B6_Agreement</a>].<o:p></o:p></p></div></body></html>