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      <style type="text/css">p { line-height: 115%; margin-bottom: 0.25cm; background: transparent }</style>
      <p style="line-height: 100%; margin-bottom: 0cm">Pressemitteilung:</p>
      <p style="line-height: 100%; margin-bottom: 0cm"><br>
      </p>
      <p style="line-height: 100%; margin-bottom: 0cm">Schauprozess in
        Budapest: Revision gegen Antifaschist*in Maja endet
        mit 7 Jahren Haft</p>
      <p style="line-height: 100%; margin-bottom: 0cm"><br>
      </p>
      <p style="line-height: 100%; margin-bottom: 0cm">Am heutigen 30.
        September 2026 endete das Revisionsverfahren im sog.
        Budapest-Komplex
        gegen die Antifaschist*innen Maja, Gabri und Anna mit hohen
        Haftstrafen: Maja wurde zu sieben Jahren verurteilt, die
        Mitangeklagten Gabri zu sechs und bei Anna wurde das Urteil
        aufrecht
        erhalten. Damit wurden die erstinstanzlichen Urteile weitgehend
        bestätigt und sind nach ungarischem Recht rechtskräftig. Den
        Verurteilten bleibt nur noch die Möglichkeit, den Europäischen
        Menschenrechtsgerichtshof (EGMR) wegen der zahlreichen
        Menschenrechtsverstöße im Verfahren und der U-Haft anzurufen,
        was
        aber keine aufschiebende Wirkung hätte.</p>
      <p style="line-height: 100%; margin-bottom: 0cm">Im Kern waren die
        verhandelten Vorwürfe sehr banal: Die drei Antifaschist*innen
        sollen
        sich 2023 an körperlichen Auseinandersetzungen mit Nazis in
        Budapest
        beteiligt haben. Im Gegensatz zu Gabri und Anna, gegen die in
        Abwesenheit verhandelt wurde, ist Maja seit über zwei Jahren
        unter
        menschenunwürdigen Bedingungen in Ungarn in Haft: Im Sommer 2024
        hatten die deutschen Behörden die non-binäre Person aus Jena
        offen
        rechtswidrig ausgeliefert.</p>
      <p style="line-height: 100%; margin-bottom: 0cm">Der eigentliche
        Anlass, der im Budapest-Komplex verhandelt wird, ist juristisch
        gesehen eigentlich nur ein Körperverletzungsdelikt: Im Februar
        2023
        fand das alljährliche NS-verherrlichende Großevent „Tag der
        Ehre“
        in Budapest statt, das europaweit größte
        Nazi-Vernetzungstreffen.
        Am Rand der antifaschistischen Gegenproteste kam es zu
        körperlichen
        Auseinandersetzungen mit Nazis. Die Vorfälle lösten eine
        internationale Verfolgungsjagd gegen Antifaschist*innen aus, an
        der
        sich vor allem Ungarn und Deutschland federführend beteiligen.
        Die
        deutschen Behörden verhafteten Maja aus Jena Ende 2023 in Berlin
        und
        lieferten die non-binäre Person Ende Juni 2024 in einer offen
        rechtswidrigen Nacht-und-Nebel-Aktion an das rechtsautoritäre
        und
        offen queerfeindliche Ungarn aus. Dort ist Maja seither unter
        folterähnlichen Bedingungen in Budapest in Untersuchungshaft und
        wurde in einem politischen Schauprozess angeklagt, der massiv
        gegen
        rechtsstaatliche Minimalstandards verstieß.</p>
      <p style="line-height: 100%; margin-bottom: 0cm">Am 4. Februar
        2026
        hatte das Budapester Landgericht in einem kafkaesken Verfahren
        Maja
        zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt, doch der Staatsanwalt
        beharrte
        auf der Höchststrafe von 24 Jahren Haft. Gegen die in
        Abwesenheit
        mitangeklagten Aktivist*innen verhängte das Budapester Gericht
        zu
        Jahresbeginn ebenfalls harte Urteile, nämlich sieben Jahre im
        Fall
        von Gabri und eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren gegen Anna.</p>
      <p style="line-height: 100%; margin-bottom: 0cm">Bereits am ersten
        Tag des Revisionsverfahrens am 18. September 2026 war deutlich
        geworden, dass es weiterhin nur um die Abstrafung
        antifaschistischer
        Haltung geht – und darum ein politisches Zeichen zu setzen. So
        lehnte Budapester Gericht den Antrag der Verteidigung ab,
        entlastendes Videomaterial überhaupt auch nur zu sichten, in dem
        zu
        sehen gewesen wäre, dass die von den Verfolgungsbehörden als
        Maja
        identifizierte Person gar nicht an den eigentlichen Ereignissen
        beteiligt ist. Stattdessen ließ das Gericht nur Raum für die
        Plädoyers. Der Staatsanwalt verlangte eine Erhöhung des
        Strafmaßes
        und forderte im Fall von Maja mindestens 13 Jahre Haft. Die
        Verteidigung hob die groben Rechtsfehler im Prozess hervor und
        verwies darauf, dass es keinerlei Beweise für eine Beteiligung
        von
        Maja und den Mitangeklagten an den Auseinandersetzungen oder an
        der
        konstruierten „Vereinigung“ gibt und dass entlastende Beweise
        ignoriert worden seien. Das letzte Wort nutzte Maja für eine
        kämpferische Prozesserklärung.</p>
      <p style="line-height: 100%; margin-bottom: 0cm">„Der
        Revisionsprozess in Budapest war ein weiteres Musterbeispiel
        eines
        politischen Schauprozesses: Vor Gericht standen nicht nur Maja
        und
        die in Abwesenheit Verurteilten. Verurteilt wurde hier
        Antifaschismus
        als solcher. Mit den heutigen hohen Haftstrafen soll bewusst ein
        abschreckendes Exempel statuiert werden, das im Ergebnis
        Faschisten
        protegiert“, erklärte Hartmut Brückner vom Bundesvorstand der
        Roten Hilfe e. V. „Jetzt muss es darum gehen, Majas sofortige
        Rückführung nach Deutschland zu erkämpfen, damit Maja endlich
        den
        lebensgefährlichen, folterähnlichen Haftbedingungen in Ungarn
        entkommt. Die deutsche Regierung und die zuständigen Behörden
        wurden vom Bundesverfassungsgericht verpflichtet, sich nach der
        rechtswidrigen Auslieferung für Majas Rückkehr einzusetzen. Das
        muss endlich passieren!“ Abschließend erklärte Brückner: „Wir
        stehen solidarisch an der Seite von Maja, von Gabri, von Anna
        und all
        den anderen verfolgten Antifaschist*innen. Freiheit für Maja!
        Bring
        Maja back! Wir sind alle Antifa!“</p>
      <br>
    </p>
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